Rückblicke auf unsere Veranstaltungen

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Rückblick auf unsere Veranstaltungen

Gottes Mischpochen - Kleine Einführung in das Judentum

Gottes Mischpochen
Gottes Mischpochen - Kleine Einführung in das Judentum
Als die Bildungsakademie im Juli 2019 gebeten wurde, sich am Rahmenprogramm einer Ausstellung über verfolgte jüdische Ärztinnen und Ärzte im Nationalsozialismus zu beteiligen, konnte niemand ahnen, wie aktuell die daraufhin geplante Veranstaltung sein würde.
Der Vorsitzende der Bildungsakademie e.V.; Wilfried Schumacher wies in seiner Begrüßung hin auf den Anschlag auf eine jüdische Synagoge in Halle im Oktober 2019 und auf das Wahlergebnis der AFD mit einem Spitzenkandidaten, der als Faschist bezeichnet werden darf, bei der Landtagswahl in Thüringen Ende Oktober. Es sei wichtig, diesen antisemitischen Strömungen in der Gesellschaft entschieden zu begegnen. Das beginne auch mit einer fundierten Information über das Judentum.

Mit Prof. Dr. René Buchholz von der Universität Bonn und dem Katholischen Bildungswerk Bonn hatte die Bildungsakademie einen profunden Kenner des Judentums eingeladen, der anhand der geschichtlichen Entwicklung das Wesen des Judentums charakterisierte.
Unterstützt wurde er dabei von zwei Mitgliedern des jüdischen Hochschulbundes, die als zusätzliche Gesprächspartner eingeladen worden waren.
Buchholz sprach vom "jüdischen way of life" und nannte die Trias "Religion,Kultur und Volk" als wesentliches Merkmal. Die Krisen in der Geschichte des Volkes, von der babylonischen Gefangenschaft im 6.vorchristlichen Jahrhundert bis zum Holocaust hätten immer auch eine Neu-Orientierung zur Folge gehabt. Interessant auch zu hören, wie die parallel die Entwicklungen des Judentums und desChristentums in den ersten christlichen Jahrhunderten verlaufen sind.

Abschließend wies Prof. Buchholz noch daraufhin, dass im Jahr 2021 ein besonderes Jubiläum gefeiert werde: 1700 Jahre Judentum in Deutschland. "Allen Stadträten gestatten wir, die Juden in die Kurie zu berufen." Mit diesem Satz ordnete der römische Kaiser Konstantin der Große im Jahr 321 an, dass Juden in Köln öffentliche Ämter in der Stadtverwaltung bekleiden dürfen. Das Edikt, dessen Original sich im Vatikan befindet, gilt als die Geburtsurkunde der nachweislich ältesten jüdischen Gemeinde im Europa nördlich der Alpen. (siehe auch hier)
Im Anschluss an das Referat fand ein lebhafter Austausch auch mit den beiden jüdischen Studierenden statt, mit denen die aktiven Mitglieder der KDB Sigfridia gerne in Kontakt bleiben möchten.
Foto1 20190430Bonner Uni mit 6 Exzellenz-Clustern
Rektor Hoch besucht Sigfridia und Bildungsakademie
Den ersten Besuch bei einer Studentenverbindung absolvierte Uni-Rektor Michael Hoch am 30.4.2019 bei der KDB Sigfridia auf einer gemeinsamen Veranstaltung mit der Bildungsakademie Sigfridia e.V.
Mit großer Überzeugungskraft warb der Rektor für "seine" Universität, die mit 6 Exzellenz-Clustern genauso so viele ausgezeichnete Projekte aufweist wie alle bayrischen Universitäten zusammen.
Unsere Cluster werden uns helfen, so Hoch, "viele kluge und talentierte Köpfe" nach Bonn zu holen. Sein persönliche Favorit unter den Bonner Projekten ist " PhenoRob – Robotik und Phänotypisierung für Nachhaltige Nutzpflanzenproduktion". Dabei arbeiten Landwirte und Informatiker zusammen, um in Zukunft Nutzpflanzen zielgerechter und vor allen Dingen nachhaltiger anzubauen.
Am 19.Juli entscheidet sich, ob die Bonner Uni auch Exzellenzuniversität wird. Dann könnte Michael Hoch gefördert weiterarbeiten an seinem Plan, "Räume" zu schaffen, in denn interdisziplinäre Arbeiten besser möglich ist. Bei einem Sanierungsstau von rund 1 Milliarde € täte eine solche Auszeichnung der Universität gewiss sehr gut.
Rektor Hoch sagte aber auch, dass er bewusst das Gespräch mit den studentischen Kooperationen suche, um eine Welt kennen zu lernen, die ihm bisher fremd gewesen sei. So nahm auch das lebhafte Gespräch mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Anschluss an das Referat mehr Zeit ein als ursprünglich geplant.

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